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Radon – Ein Edelgas belastet das Wohnen
Was ist Radon und wo kommt es vor?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es entsteht beim radioaktiven Zerfall aus dem Radium, vor allem im Erdboden.
Durch undichtes Mauerwerk insbesondere des Kellers kann Radon aus dem Untergrund in Gebäude eindringen und zu einer Belastung der Innenraumluft führen. Radon und seine radioaktiven Zerfallsprodukte gelangen dann mit der Atemluft in die Lunge und bestrahlen diese.

Radon kommt überall vor.
Im Bereich der Mittelgebirge kommt es jedoch besonders häufig vor, typischerweise in Bereichen, in denen Granit im Untergrund vorhanden ist.

Was bewirkt Radon?
Radon mit seinen Zerfallprodukten macht im Mittel etwa 30 % der Strahlenexposition der deutschen Bevölkerung aus.
Nach aktuellen Erkenntnissen sind ca. 7 % der Lungenkrebserkrankungen in Deutschland dem Radon und seinen Radonfolgeprodukten anzulasten, d.h. 2.000 Erkrankungen pro Jahr. In vielen Studien sind die gesundheitlichen Wirkungen des Radons dokumentiert
worden. Eine statistische Signifikanz des Lungenkrebses durch Radon ist dabei im Bereich 100 bis 200 Bq/m3 nachgewiesen worden.
Dies hat die Strahlenschutzkommission in einer neuen Stellungnahme vom 12. Mai 2005 ausdrücklich festgestellt.
Die Lungenkrebsrate steigt um etwa 10 %, wenn sich die Radonkonzentration in der Wohnraumluft um 100 Bq/m3 erhöht.

 
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